Berechnungsbeispiele für eine einverständliche Scheidung

Familienrecht

Bei den nachstehenden Beispielen wird von folgendem Mustersachverhalt ausgegangen:

Das scheidungswillige Ehepaar hat zwei minderjährige Kinder; die elterliche Sorge soll gemeinsam bei den Eltern bleiben. Die Kinder werden bei der Mutter wohnen, die Parteien einigen sich über monatlichen Kindesunterhalt von jeweils 250,- EUR. Auch der monatliche Unterhalt des Mannes an die Frau beträgt monatlich 250.- EUR. Im Versorgungsausgleich sind vom Rentenkonto des Mannes auf das der Frau - jeweils bei der BfA - monatliche Rentenanwartschaften zu übertragen. Der Mann verdient monatsdurchschnittlich 2.000,- EUR netto, die Frau aus einer Teilzeitarbeit 500,- EUR. Größeres Vermögen ist nicht vorhanden; der Hausrat ist bereits geteilt, die Ehewohnung aufgegeben.

Damit ergibt sich ein Gesamtstreitwert von 17.500,- EUR.

Wenn sich beide Parteien anwaltlich vertreten lassen, nur Scheidungsantrag gestellt  und über die Unterhaltsfragen ein gerichtlicher Vergleich abgeschlossen wird, entstehen Anwaltskosten von insgesamt ca. 5.600,- EUR. Die Gerichtskosten belaufen sich auf ca. 550,- EUR. Wenn das Scheidungsurteil gleich rechtskräftig wird und nicht begründet werden muss, ergeben sich Gerichtskosten von nur ca. 180,- EUR.

Geamtkosten: ca. 6.150,- EUR bzw. 5.780,- EUR.

Wenn sich nur der Antragsteller im Scheidungsverfahren anwaltlich vertreten lässt und sich die Parteien ohne anwaltliche Vertretung oder Beratung über die Unterhaltszahlungen in einer notariellen Urkunde einigen, entstehen Anwaltskosten von ca. 1350,- EUR zuzüglich Notarkosten von ca. 150,- EUR. Die Gerichtskosten sind gleich hoch wie in der vorstehenden Variante.

Geamtkosten: 2.050,- EUR bzw. 1.680,- EUR.

Die Kosten können somit je nach Ausprägung um einen Faktor 3 variieren.

Wenn nach höheren Streitwerten abgerechnet werden muss, etwa weil eine Zugewinnausgleichsforderung zu regeln ist, werden die Unterschiede zwischen den einzelnen Varianten größer.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2018

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