Eilfall Unterbringung und die Einschaltung des Betreuungsgerichts

Betreuungsrecht

Liegt ein Eilfall vor, der die sofortige Unterbringung des Betreuten erfordert, so kann das Betreuungsgericht im Wege einer einstweiligen Anordnung die geschlossene Unterbringung für zunächst höchstens sechs Wochen genehmigen. (§§ 331 ff FamFG) Die Verlängerung auf höchstens 3 Monate ist zulässig. In die Höchstdauer wird eine etwaige Unterbringung zur Gutachtenerstattung eingerechnet.

Für das Verfahren gilt:

1. Der Betroffene wird vor der Anordnung der Unterbringung vom Vormundschaftsrichter persönlich angehört. Nur wenn dies wegen Gefahr im Verzug nicht möglich ist, genügt die nachträgliche Anhörung.

2. Ein ärztliches Zeugnis liegt vor. Daraus muss sich die Notwendigkeit der Unterbringung ergeben. Vor einer etwaigen Verlängerung muss ein Sachverständiger gehört werden.

3. Ist eine Verständigung mit dem Betroffenen nicht möglich, wird ein Verfahrenspfleger bestellt.

4. Der Beschluss des Betreuungsgerichts wird wirksam mit der Rechtskraft. Ordnet das Gericht in dringenden Fällen die sofortige Wirksamkeit an, genügt die Bekanntgabe an den Betroffenen, den Verfahrenspfleger oder den Betreuer oder die Übergabe des vom Vormundschaftsrichter unterschriebenen Beschlusses an seine Geschäftsstelle.

Wir lösen Ihr Rechtsproblem! AnwaltOnline - empfohlen von Finanztest

Fragen kostet nichts: Sie erhalten ein unverbindliches Angebot für eine Rechtsberatung.
  Kostenloses Angebot    vertraulich    schnell: Beratung in wenigen Stunden

Unsere Rechtsberatung - von Ihnen bewertet

Durchschnitt (4,80 von 5,00) - Bereits 116.899 Beratungsanfragen

Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Beratung.Meine Fragen wurden präzis,genau und für den Laien verständlich beantwortet. Vielen Dank!

Verifizierter Mandant

tolle beratung, und soooo schnell, klasse.

Verifizierter Mandant