Die verspätete Arbeitsunfähigkeitbescheinigung

Arbeitsrecht

Eine Abmahnung wegen verspäteten Zugangs einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist auch dann nicht unverhältnismäßig, wenn die Verspätung auf der Angabe einer falschen Postleitzahl durch den Arbeitnehmer beruht. Da die Angabe einer unrichtigen Postleitzahl bei gehöriger Sorgfalt vermeidbar gewesen wäre, ist die Vorwerfbarkeitsschwelle überschritten auch wenn es sich nicht um einen gravierenden Verstoß handelt.

Für die Erteilung einer Abmahnung kommt es auf das Verschulden des Abgemahnten ohnehin nicht an, da hierfür das Feststellen eines objektiven Verstoß gegen die arbeitsvertraglichen Pflichten des Arbeitnehmers ausreicht. Dies umfasst auch die Pflicht, bei einer länger als drei Tage andauernden Arbeitsunfähigkeit spätestens am darauf folgenden Arbeitstag die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen. Da die Abmahnung verspätet zugestellt wurde, wurde hiergegen verstoßen.

Um den ganzen Artikel lesen zu können müssen Sie sich oder kostenlos und unverbindlich registrieren.

Sie haben keinen Zugang und wollen trotzdem weiterlesen?

Registrieren Sie sich jetzt - testen Sie uns kostenlos und unverbindlich

Wir lösen Ihr Rechtsproblem! AnwaltOnline - empfohlen von der Wirtschaftswoche

Fragen kostet nichts: Sie erhalten ein unverbindliches Angebot für eine Rechtsberatung.
  Kostenloses Angebot    vertraulich    schnell: Beratung in wenigen Stunden

Unsere Rechtsberatung - von Ihnen bewertet

Durchschnitt (4,80 von 5,00) - Bereits 114.248 Beratungsanfragen

Bin von der Schnelligkeit der Beratung angenehm überrascht. Mein Problem wurde korrekt erkannt und die Rechtslage verständlich dargestellt. Bin nu ...

B. Doehring, Berlin

Unser Problem konnte mit Hilfe der Beratung schnell und zu unserer vollsten Zufriedenheit gelöst werden.

Verifizierter Mandant