Nachtzuschlag für Stewardess mit Zugschaffnerfunktion

Arbeitsrecht

Vorliegend war die Klägerin unstreitig Nachtarbeitnehmerin im Sinne des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG). Nachtarbeit ist nach § 2 Abs. 4 ArbZG jede Arbeit, die mehr als zwei Stunden der Nachtzeit im Sinne von § 2 Abs. 3 ArbZG umfasst, das ist die Zeit von 23:00 Uhr bis 6:00 Uhr. Nach § 6 Abs. 5 ArbZG hat der Arbeitgeber der Arbeitnehmerin bei Fehlen einer tariflichen Regelung für die während der Nachtzeit geleisteten Arbeitsstunden eine angemessene Zahl bezahlter freier Tage oder einen angemessenen Zuschlag auf das ihr hierfür zustehende Bruttoarbeitsentgelt zu gewähren.

Bei einer Orientierung an der Gegenleistung unter Berücksichtigung der tariflichen Regelung für stationär Beschäftigte und der mit § 6 Abs. 5 ArbZG verfolgten Zwecke ist hier ein Zuschlag von 25% der tariflichen Vergütung der Klägerin für jede der zwischen 23:00 Uhr und 6:00 Uhr von ihr geleisteten Arbeitsstunde angemessen.


LAG Berlin-Brandenburg, 19.08.2011 - Az: 10 Sa 1450/11

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Also da kann sich manch eine Anwaltskanzlei eine Scheibe von abschneiden, eine ganz grosse Scheibe. Bin total beeindruckt. Habe Sachen erfahren, d ...

Roger Weissberg, Bonn