Sachgrundlose Befristung auch bei Nennung eines Sachgrundes in Vermerk zu Verlängerungsvereinbarung?

Arbeitsrecht

Wurde anlässlich eines Abschlusses einer Verlängerungsvereinbarung ein Vermerk erstellt und dort ein Sachgrund für die Befristung angegeben, so führt dies nicht dazu, dass sich der Arbeitgeber nicht mehr auf eine kalendermäßige Befristung bis zur Dauer von zwei Jahren ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes berufen kann. Der Sachgrund einer Befristung muss weder im Vertrag stehen noch bei Abschluss des Vertrages mitgeteilt werden. Es ist ausreichend, wenn ein Sachgrund objektiv vorliegt. Der Arbeitgeber kann daher grundsätzlich auch einen anderen als dem mitgeteilten Sachgrund anführen oder sich hilfsweise auf eine andere Bestimmung berufen.

LAG Hamm, 14.02.2008 - Az: 17 Sa 2017/07

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Giuseppe Ravi Pinto, Schweiz