Umarmung - Kündigung wegen sexueller Belästigung?

Arbeitsrecht

Die sexuelle Belästigung eines Arbeitskollegen kann einen wichtigen Grund "an sich" für eine außerordentliche Kündigung eines Arbeitsverhältnisses darstellen. Maßgeblich sind aber die konkreten Umstände des Einzelfalls. Gegebenenfalls kann auch eine Abmahnung als Reaktion auf eine solche Pflichtwidrigkeit ausreichen, so dass sich eine Kündigung als unverhältnismäßig erweist.

Konkret hatte der Betroffene einen Berufskollegen bei einer Vertriebskonferenz anlässlich eines gemeinsamen Abendessens für einige Sekunden von hinten umarmt, indem er dabei dessen Bauch umfasst und sich an ihn presste. Die hierauf erfolgte fristlose Kündigung hob das Gericht auf - hier sei zunächst eine Abmahnung auszusprechen. Hier hat es sich allenfalls um einen einmaligen Pflichtverstoß mit geringer Intensität gehandelt. Eine außerordentliche oder auch ordentliche Kündigung ohne vorherige Abmahnung wäre somit unverhältnismäßig gewesen.


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