Verdachtskündigung - Anhörung muss ordnungsgemäß sein!

Arbeitsrecht

Voraussetzung für die Wirksamkeit einer Verdachtskündigung ist die ordnungsgemäße Anhörung des Betroffenen. Daher ist eine Verdachtskündigung unwirksam, wenn die Anhörung des betroffenen Arbeitnehmers erst nach Anhörung der Mitarbeitervertretung erfolgt. Ein Arbeitgeber, der die Anhörung des Arbeitnehmers erst dann durchführt, wenn er die betriebliche Interessenvertretung bereits zum beabsichtigten Ausspruch einer Verdachtskündigung angehört hat und zur Kündigung bereits fest entschlossen ist, kann keine wirksame Verdachtskündigung aussprechen. In diesem Fall kann die Anhörung nämlich nicht den ihr zugedachten Zweck erfüllen.

LAG Hamm, 30.03.2012 - Az: 18 Sa 1801/11

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