Porno-Mail nicht zwingend ein Kündigungsgrund!

Arbeitsrecht

Im vorliegenden Fall hatte ein Arbeitnehmer während der Arbeitszeit Emails mit pornografischem Inhalt an fünf Arbeitskollegen weitergeleitet. Ein solches Verhalten kann zwar grundsätzlich eine außerordentlichen Kündigung rechtfertigen, das Fortsetzungsinteresse des Arbeitnehmers überwiegt jedoch das Beendigungsinteresse des Arbeitgebers, wenn die Auswirkungen des Fehlverhaltens nicht erheblich sind. Dies war vorliegend der Fall, da insbesondere keine weiteren Personen vom Inhalt der Mail Kenntnis erlangt haben und der Arbeitnehmer bereits seit zwanzig Jahren beanstandungsfrei im Betrieb des Arbeitgebers tätig war.

LAG Rheinland-Pfalz, 17.12.2008 - Az: 7 Sa 317/08

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