Wenn der Vorgesetzte Betrug befiehlt...

Arbeitsrecht

Eine fristlose Kündigung wegen Betrugs zu Lasten des Arbeitgebers muß nicht immer erfolgen. Im vorliegenden Fall hatte sich ein Untergebener von einem Vorgesetzten auf Geheiß zum Betrug verleiten lassen. Der Nachweis, daß auch eine finanzielle Beteiligung am Abrechnungsbetrug vorlag, gelang dem Arbeitgeber jedoch nicht. Diese Mitläufertätigkeit muß zunächst abgemahnt werden, insbesondere bei einem achtzehn Jahre andauernden beanstandungsfreien Arbeitsverhältnis.

ArbG Frankfurt/Main, 26.02.2007 - Az: 1 Ca 5505/06

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