Außerordentliche Kündigung kann umgedeutet werden

Arbeitsrecht

Eine unwirksame außerordentliche Kündigung kann nach § 140 BGB in eine ordentliche Kündigung umgedeutet werden, wenn dies dem mutmaßlichen Willen des Kündigenden entspricht und dieser Wille dem Kündigungsempfänger im Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung erkennbar ist.

Findet auf ein Arbeitsverhältnis das Kündigungsschutzgesetz - noch - keine Anwendung, ist rgelmäßig davon auszugehen, dass bei Unwirksamkeit der außerordentlichen Kündigung der Arbeitgeber eine Beendigung zum nächstzulässigen Termin gewollt hat.

Die Arbeitsgerichte müssen von sich aus prüfen, ob auf Grund der feststehenden Tatsachen eine Umdeutung der außerordentlichen Kündigungserklärung in Betracht kommt.

BAG, 15.11.2001 - Az: 2 AZR 310/00

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