Abmahnung und Kündigung verknüpfen?

Arbeitsrecht

Im vorliegenden Fall hatte der Arbeitnehmer angedroht, bei Nichtgewährung der gewünschten 5 Wochen Urlaub, diesen durch Krankschreibung entsprechend zu verlängern. Der Arbeitgeber hatte den Arbeitnehmer daraufhin abgemahnt und mit fristloser Kündigung gedroht, wenn die Drohung dennoch verwirklicht würde.

Der Arbeitnehmer ließ sich dennoch wenige Tage vor Ende des gewährten Urlaubs krankschreiben. Die daraufhin ausgesprochene Kündigung war nach Ansicht des Gerichts wirksam, da die gewährte Chance zur Bewährung in einem solchen Fall davon abhängig gemacht werden kann, ob das angedrohte Fehlverhalten verwirklicht wird oder nicht.

LAG Schleswig-Holstein, 19.10.2004 - Az: 5 Sa 279/04

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