Anstieg der Erwerbstätigkeit im ersten Quartal 2005 um 0,5%

Arbeitsrecht

Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hatten im Durchschnitt des ersten Quartals 2005 rund 38,6 Mill. Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland (Inlandskonzept). Damit hat sich die Gesamtzahl der Erwerbstätigen im Vorjahresvergleich um 203 000 Personen erhöht (+ 0,5%), nach einer Steigerung von 223 000 Personen (+ 0,6%) im vierten Quartal 2004.
Der Beschäftigungszuwachs hat sich somit zum Jahresbeginn leicht abgeschwächt. Gründe hierfür dürften die teilweise ungünstigen Witterungsverhältnisse sein, insbesondere im Februar und Anfang März.

Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der jahreszeitlich bedingten Schwankungen, war der Beschäftigungsanstieg zum Vorquartal im ersten Quartal 2005 nahezu identisch mit dem Anstieg im vierten Quartal 2004. Zum Vorquartal ergab sich jeweils ein Plus von 0,1%.

Die Zunahme der Erwerbstätigkeit wurde vor allem durch eine Ausweitung selbstständiger Tätigkeiten - insbesondere in der Form von Ich-AG's - getragen.

So stieg die Anzahl der Selbstständigen (einschließlich der mithelfenden Familienangehörigen) im ersten Quartal 2005 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 201 000 Personen (+ 4,9%) auf 4,3 Mill. Dagegen erhöhte sich die Zahl der Arbeitnehmer im Vorjahresvergleich nur leicht (+ 2 000 Personen, + 0,0%), nach einem Plus von 26 000 Personen (+ 0,1%) im vierten Quartal 2004. Die Entwicklung der Arbeitnehmerzahlen wurde weiterhin durch die anhaltende Inanspruchnahme arbeitsmarktpolitischer Instrumente, wie den Minijobs und den so genannten Zusatzjobs, begünstigt.

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet, trugen die Dienstleistungen und die Land- und Forstwirtschaft zum Anstieg der Erwerbstätigkeit wesentlich bei. Die Beschäftigungsgewinne in den Dienstleistungsbereichen fielen mit 1,3% allerdings im ersten Quartal 2005 gegenüber Vorjahr etwas geringer aus als im vierten Quartal 2004 (+ 1,4%). Beschäftigungsverluste im Vorjahresvergleich waren dagegen im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe - 1,2%, nach ebenfalls - 1,2% im vierten Quartal 2004) und nicht zuletzt aufgrund der ungünstigen Witterungsverhältnisse in der Bauwirtschaft (- 3,8%, nach - 3,3%) zu beobachten.

Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat sich im ersten Quartal 2005 die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen um 1,9% gegenüber dem Vorjahreszeitraum vermindert. Ursache hierfür ist vor allem, dass im ersten Quartal 2005 zwei Arbeitstage weniger zur Verfügung standen als im Vorjahresquartal. Auch die weitere Zunahme der Teilzeitbeschäftigung und eine erstmalige Erhöhung des Krankenstandes seit dem Jahr 2001 trugen zu dem Rückgang bei. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen als Produkt aus Erwerbstätigenzahl und Arbeitszeit je Erwerbstätigen verringerte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,3% auf 14,0 Mrd. Stunden, nach einem Anstieg um 1,5% im vierten Quartal 2004.

Die Erwerbstätigenzahlen für das erste Quartal 2005 wurden auf der Grundlage der revidierten Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ermittelt. Für die Jahre und Quartale bis 2004 bleiben die zuletzt am 28. April 2005 vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten revidierten Erwerbstätigenzahlen unverändert.

Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zur Erwerbstätigkeit nach Quartalen und Jahren können im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes direkt unter http://www.destatis.de/indicators/d/vgr010ad.htm und http://www.destatis.de/basis/d/vgr/vgrtab10.htm abgerufen werden.

Quelle: PM Statistisches Bundesamt

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