Rückgang der Erwerbstätigkeit auch im September 2003 verlangsamt

Arbeitsrecht

Der Rückgang der Erwerbstätigkeit in Deutschland hat sich im September 2003 zum zweiten Mal in Folge sowohl im Vorjahresvergleich als auch saisonbereinigt im Vormonatsvergleich verlangsamt.

Im September 2003 hatten, nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, rund 38,4 Mill. Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Das waren 454 000 Personen (- 1,2%) weniger als ein Jahr zuvor, nach - 473 000 Personen (ebenfalls - 1,2%) im August und - 493 000 Personen (- 1,3%) im Juli diesen Jahres.

Zur Entwicklung der Erwerbstätigkeit im September 2003 dürfte auch die zunehmende Inanspruchnahme der neuen Existenzgründungszuschüsse zur Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit (sog. Ich-AGs), die verstärkte Beschäftigung von ehemaligen Arbeitslosen in Personal-Service-Agenturen (PSA) und ein im Vorjahresvergleich leichter Anstieg der geringfügig Beschäftigten (sog. Mini-Jobs) in Haupterwerbstätigkeit beigetragen haben.

Im Vergleich zum Vormonat kam es im September 2003 nach Beendigung der Urlaubs- und Ferienzeit und mit dem Eintritt junger Menschen in das Erwerbsleben zu einem für diese Jahreszeit üblichen saisonalen Anstieg der Erwerbstätigkeit. Dieser fiel in diesem Jahr mit 182 000 Beschäftigten etwas stärker aus als im September letzten Jahres (September gegenüber August 2002: + 163 000 Personen).

Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der jahreszeitlich bedingten Schwankungen, waren im September 2003 in Deutschland 29 000 Personen weniger erwerbstätig als einen Monat zuvor, nach - 33 000 Personen im August 2003. Im Juli 2003 wurde saisonbereinigt das entsprechende Vormonatsergebnis noch um 51 000 Personen unterschritten.

Diese Angaben und die Monatszahlen über die Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) können im Internet direkt abgerufen werden unter http://www.destatis.de/indicators/d/arb310ad.htm .

Quelle: PM Statistisches Bundesamt

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