Günstige Entwicklung der Arbeitslosigkeit im November 2003

Arbeitsrecht

  • Erneut saisonbereinigte Abnahme
  • Nicht saisonbereinigte Zunahme auch im Zuge der einsetzenden Winterpause
  • Weiterhin keine konjunkturelle Belebung am Arbeitsmarkt
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat im November weniger zugenommen als üblicherweise in diesem Monat. Saisonbereinigt ist sie wiederum zurückgegangen. Dagegen hat sich die Erwerbstätigkeit auch im September ungünstig entwickelt. Sie ist – von jahreszeitlichen Einflüssen bereinigt – weiter gesunken.
„Seit dem Frühjahr entwickelt sich die Arbeitslosigkeit verhältnismäßig günstig. So hat die Arbeitslosigkeit seit Ende April saisonbereinigt um 75.000 abgenommen. Dies ist vor allem Ergebnis der Neuausrichtung der Arbeitsmarktpolitik. Die von der wirtschaftlichen Belebung ausgehenden Impulse haben den Arbeitsmarkt noch nicht erreicht“, erläuterte Florian Gerster, Vorstandsvorsitzender der BA.
Arbeitslosenzahl im November: +32.700 auf 4.184.500
Arbeitslosenquote im November: unverändert 10,0 Prozent
EU-standardisierte Erwerbslosenquote im November: unverändert 9,3 Prozent „Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November auch im Zuge der einsetzenden Winterpause um 32.700 auf 4.184.500 gestiegen. In Westdeutschland hat sie um 27.800 auf 2.665.800, in Ostdeutschland um 4.900 auf 1.518.700 zugenommen“, teilte Finanzvorstand F.-Jürgen Weise mit. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 158.700 Arbeitslose mehr (West: +145.500; Ost: +13.200). Die Arbeitslosenquote betrug 10,0 Prozent (Westen: 8,1 Prozent; Osten: 17,4 Prozent).

Von jahreszeitlichen Einflüssen bereinigt nahm die Arbeitslosigkeit im November bundesweit um 18.000 ab (West: -10.000; Ost: -8.000), nach -10.000 im Durchschnitt der Monate Mai bis Oktober. Im ersten Jahresdrittel gab es noch monatsdurchschnittliche Zunahmen von 53.000. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote betrug im November 10,5 Prozent, die EU-standardisierte Erwerbslosenquote 9,3 Prozent.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit waren im November wie bisher spürbar stärker als vor einem Jahr. Dabei waren auch die Meldungen aus Erwerbstätigkeit weiterhin wesentlich zahlreicher. Dies zeigt, dass die Wachstumsschwäche den Arbeitsmarkt nach wie vor belastet. Zugleich gab es weitaus mehr Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit, und zwar sowohl in Beschäftigung, vor allem aber in Nichterwerbstätigkeit.
Die Zahl der Erwerbstätigen ist, nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes, jahreszeitlich bedingt im September um 182.000 auf 38,41 Mio gestiegen.
Damit lag sie um 454.000 unter dem Vorjahresstand. Saisonbereinigt nahm die Erwerbstätigkeit im September dagegen weiter ab. Der Rückgang um 29.000 war etwa so groß wie im Durchschnitt der Monate April bis August (-24.000), aber schwächer als im ersten Quartal (monatsdurchschnittlich: -37.000). Die Abschwächung des Rückgangs seit April beruht u.a. auf dem deutlichen Anstieg geförderter selbständiger Existenzen sowie ausschließlich geringfügiger Beschäftigung.
Im Rahmen der Nachvermittlungsaktion der Berufsberatung verringerte sich die Zahl der noch unversorgten Lehrstellenbewerber von Ende September bis Ende November um 13.700 auf 21.300. Die Zahl der damals noch unbesetzten Stellen nahm um 8.800 auf 6.100 ab. Zugleich gab es aber neue oder erneute Bewerber- und Stellenmeldungen für das bereits laufende Ausbildungsjahr, vor allem weil Ausbildungen nicht angetreten oder abgebrochen worden. Von den 23.500 seit Anfang Oktober gemeldeten Bewerbern waren zuletzt 17.500 noch nicht vermittelt und von den 11.100 eingegangenen Stellen waren 5.600 noch frei. Alles in allem standen damit Ende November 38.800 noch unversorgte Bewerber 11.700 noch offenen Lehrstellen gegenüber.

Quelle: PM Bundesanstalt für Arbeit

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