Gleichbehandlungsrichtlinie von Männern und Frauen aktualisiert

Arbeitsrecht

Nachdem im Vermittlungsverfahren eine Einigung mit dem Europäischen Parlament erzielt werden konnte, ist die Richtlinie zur Änderung der Richtlinie 76/207/EWG zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen in Beschäftigung und Beruf von Rat und Europäischem Parlament formell angenommen worden.

Die Änderungsrichtlinie präzisiert und aktualisiert die bereits seit 1976 bestehende Gleichbehandlungsrichtlinie. Sie enthält die Definitionen von unmittelbarer und mittelbarer Diskriminierung, Belästigung und sexueller Belästigung. Daneben verdeutlicht die Änderungsrichtlinie den Anwendungsbereich für mögliche Ausnahmeregelungen und unterstreicht die Verpflichtung der Mitgliedstaaten zur Förderung des Gleichstellungsgrundsatzes.

Die Änderungsrichtlinie soll in der nächsten Legislaturperiode zusammen mit der Richtlinie 2000/78/EG (Allgemeiner Rahmen für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf) und den arbeitsrechtlichen Inhalten der Richtlinie 2000/43/EG (Gleichbehandlung ohne Unterschied der Rasse oder der ethnischen Herkunft) in nationales Recht umgesetzt werden.

Quelle: BMA-Pressestelle

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