Entwurf eines Gesetzes über die Berufe der Krankenpflege

Arbeitsrecht

Die Qualität der Ausbildung in krankenpflegerischen Berufen soll verbessert werden. Dies ist ein Ziel des Gesetzes über die Berufe in der Krankenpflege, dessen Entwurf die Bundesregierung am 29. Mai 2002 beschlossen hat.

Angesichts der demographischen Veränderungen in der Gesellschaft benötigen immer mehr alte und pflegebedürftige Menschen eine qualitativ hochwertige Pflege. Daher soll die Attraktivität der krankenpflegerischen Berufe verbessert werden. Auch soll die Ausbildung künftig dem umfassenderen Ansatz in der modernen Pflege Rechnung tragen: Neben rein kurativen (also auf die Heilung von Krankheiten ausgerichteten) Maßnahmen werden verstärkt Maßnahmen angeboten, die der Vorsorge, Gesundheitsförderung, Rehabilitation und Schmerzlinderung dienen.

Die Neuregelung löst die bisherigen Bestimmungen des aus dem Jahr 1985 stammenden Krankenpflegegesetzes ab. Wesentliche Inhalte sind:

  • Neue Berufsbezeichnungen werden eingeführt, die den ganzheitlichen Ansatz unterstreichen: "Gesundheits- und Krankenpflegerin"/"Gesundheits- und Krankenpfleger", "Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin"/"Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger" sowie "Gesundheits- und Krankenpflegehelferin"/"Gesundheits- und Krankenpflegehelfer". Damit bleibt es für die allgemeine Krankenpflege und Kinderkrankenpflege bei zwei Berufsbildern mit unterschiedlichen Berufsbezeichnungen. Die Ausbildung beinhaltet weiterhin einen gemeinsamen Teil zur Krankenpflege mit einer anschließenden Differenzierungsphase.
  • Die Darstellung der charakteristischen Aufgaben soll die Attraktivität der Krankenpflegeberufe betonen und die eigenständigen Aufgabenbereiche besonders hervorheben.
  • Die praktische Ausbildung erfolgt künftig auch in Einrichtungen außerhalb der Krankenhäuser, insbesondere in ambulanten, teilstationären oder stationären Pflegeeinrichtungen oder Rehabilitationseinrichtungen.
  • Schulische und praktische Ausbildung werden vernetzt. Es werden verbindliche Regelungen zur Praxisbegleitung in den Schulen und Praxisanleitung in den Einrichtungen eingeführt.
  • Zukünftig ist vorgesehen, dass Schulleitungen und Lehrkräfte über einen Hochschulabschluss verfügen.
  • Rahmenvorgaben für die Länder stellen die Qualität der Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe sicher.

Quelle: Bundesregierung
 

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