Neue EU Regeln gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Arbeitsrecht

Die EU-Kommissarin für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten hat die Annahme eines neues Gesetzes durch Rat und Parlament der Europäischen Union begrüßt. Das Gesetz erweitert die Richtlinie über die Gleichstellung am Arbeitsplatz aus dem Jahr 1976. Durch die Erweiterung der Richtlinie, die die Kommission vor zwei Jahren vorgeschlagen hat, erhalten Arbeitnehmer, die sich aufgrund ihres Geschlechtes am Arbeitsplatz ungerecht behandelt fühlen, eine größere Unterstützung.

Zum ersten Mal gibt es damit ein EU-weites Gesetz, in dem sexuelle Belästigung definiert und als Form der Diskriminierung bezeichnet wird. Die neue Richtlinie enthält Durchführungsmaßnahmen sowie Anspruch auf unbegrenzte Schadenersatzleistungen und Strafen. Außerdem nennt die Richtlinie vorbeugende Maßnahmen zum Schutz vor sexueller Belästigung und zur Erstellung eines "Gleichbehandlungsberichts" für jeden Mitarbeiter im Unternehmen.

Nach einer Studie, die im Auftrag der Europäischen Kommission erstellt wurde, gaben 40 bis 50 Prozent aller Frauen und zehn Prozent aller Männer europaweit an, mindestens ein Mal in ihrem Arbeitsleben sexuell belästigt worden zu sein.

Die Richtlinie wird 2005 in Kraft treten.

Quelle: PM der Eu-Kommission

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