EU-Kommission beschließt neue Strategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz

Arbeitsrecht

Die EU-Kommission hat eine neue Strategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz für den Zeitraum 2002-2006 beschlossen. Die Arbeitsschutzpolitik der EU soll modernisiert werden, damit sie den neuen Arbeitsplatzrisiken gerecht werden kann. Dazu gehören zum Beispiel Mobbing und Gewalt am Arbeitsplatz sowie Stress bedingte Gesundheitsprobleme. Mit der Strategie soll außerdem an den europäischen Arbeitsplätzen eine Präventionskultur konsolidiert werden.

Wichtige Merkmale der neuen EU-Strategie für die Jahre 2002-2006:

Ausgangspunkt ist ein globales Konzept des Wohlbefindens bei der Arbeit, unter Berücksichtigung der Veränderungen in der Welt der Arbeit und des Auftretens neuer, insbesondere psychosozialer Risiken.
Alle verfügbaren politischen Instrumente sollen genutzt werden (Rechtsvorschriften, sozialer Dialog, Benchmarking, Best Practices, soziale Verantwortung der Unternehmen, wirtschaftliche Anreize). Ferner sollen aktive Partnerschaften zwischen allen Akteuren im Bereich Sicherheit und Gesundheit in die Wege geleitet werden.
Schließlich wird auf die Tatsache hingewiesen, dass "Nichtpolitik" auf sozialem Gebiet Kosten verursacht, die Wirtschaft und Gesellschaft schwer belasten. Ein Beispiel dafür ist die Belastung, die Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten für Familien und Versicherungen bedeuten. Mit der neuen Strategie sollen die bisherigen Errungenschaften in diesem Bereich gefestigt werden durch wirksamere Durchsetzung von Normen und Vorschriften und durch verbesserte allgemeine und berufliche Bildung.

Mehr und bessere Arbeitsplätze schaffen: dieses Ziel hat sich die Europäische Union auf der Tagung des Europäischen Rates im März 2000 in Lissabon gesetzt. Zweifellos tragen Gesundheit und Sicherheit dazu bei, dieses Ziel zu erreichen, da sie wesentliche Voraussetzungen für die Qualität der Arbeit sind.

Die Europäische Union kann hier eine positive Bilanz ziehen: Die Häufigkeit der Arbeitsunfälle ist zwischen 1994 und 1998 um nahezu 10 % zurückgegangen.
Dennoch sind die absoluten Zahlen nach wie vor hoch: knapp 5.500 tödliche Unfälle und 4,8 Millionen Unfälle, die mehr als drei Ausfalltage zur Folge hatten. Noch wichtiger ist, dass in bestimmten Mitgliedstaaten und in bestimmten Branchen seit 1999 ein beunruhigender Wiederanstieg der Unfallzahlen festzustellen ist.

Hinzu kommt, dass die durchschnittliche Häufigkeit von Arbeitsunfällen in den Beitrittsländern deutlich über dem EU-Mittelwert liegt. Grund dafür ist vor allem die stärkere Spezialisierung auf traditionelle Hochrisikobranchen.

Quelle: Informationsdienst der EU

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Also da kann sich manch eine Anwaltskanzlei eine Scheibe von abschneiden, eine ganz grosse Scheibe. Bin total beeindruckt. Habe Sachen erfahren, d ...

Roger Weissberg, Bonn