ILO-Arbeitsmarktstatistik April 2007

Arbeitsrecht

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im April 2007 rund 560.000 (+ 1,4%) Personen mehr erwerbstätig als im Vorjahresmonat April 2006. Gleichzeitig lag die Zahl der Erwerbslosen im April 2007 um 730.000 (- 20,9%) unter dem Vorjahreswert.

Nach vorläufigen Berechnungen gab es im April 2007 39,25 Millionen Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland. Dies ist die höchste Erwerbstätigenzahl, die im wiedervereinigten Deutschland je für einen April ermittelt wurde. Die Erwerbstätigenquote als Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren betrug 69,6% und lag damit um 1,5 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat April 2006.

Von März auf April 2007 ist die Zahl der Erwerbstätigen um 157.000 (+ 0,4%) gestiegen. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, ergibt sich eine Zunahme von 35.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Der konjunkturelle Beschäftigungsaufbau der letzten Monate hält somit mit kaum verminderter Stärke an.

Der Anteil der Unterbeschäftigten ist nach Ergebnissen der monatlichen Telefonerhebung "Arbeitsmarkt in Deutschland" des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahresmonat April 2006 um 1,3 Prozentpunkte gesunken. 11,8% der Erwerbstätigen gaben im April 2007 an, bei entsprechender Anpassung der Bezüge gerne ihre Arbeitszeit erhöhen zu wollen und dafür auch kurzfristig zur Verfügung zu stehen.

Die Zahl der Erwerbslosen war nach den Ergebnissen der monatlichen Telefonerhebung im April 2007 mit rund 2,77 Millionen um 730.000 (- 20,9%) niedriger als im April 2006. Entsprechend lag die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen insgesamt, mit 6,6% erheblich unter der des Vorjahresmonats (8,3%).

Auch im Vergleich zum Vormonat zeigt sich ein erheblicher Rückgang der Erwerbslosen: Im April 2007 waren rund 260.000 Personen weniger erwerbslos als im März. Diese Entwicklung ist nur zum Teil durch saisonale Einflüsse zu erklären und offenbar überwiegend konjunkturell bedingt.

Da es sich bei der Telefonerhebung um eine nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Stichprobe von monatlich rund 30.000 Personen handelt, ist bei der Interpretation der Ergebnisse der Stichprobenzufallsfehler zu berücksichtigen. Dieser beträgt für die im April 2007 gemessene Erwerbslosenzahl bis zu +/- 180.000. Das heißt, dass in diesem Monat bei einem Messwert von 2,77 Millionen Personen die tatsächliche Zahl der Erwerbslosen mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich zwischen 2,59 und 2,95 Millionen Personen lag.

Die Telefonerhebung "Arbeitsmarkt in Deutschland", bei der unter anderem die ILO-Erwerbslosenzahl ermittelt wird, wurde für den Berichtsmonat April 2007 zum letzten Mal durchgeführt, da die Rechtsgrundlage der Erhebung ausgelaufen ist. Ab Mai 2007 wird die monatliche Berichterstattung in veränderter Form fortgeführt.

Quelle: PM Statistisches Bundesamt

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