ILO-Arbeitsmarktstatistik November 2006

Arbeitsrecht

Im November 2006 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 418 000 (+ 1,1%) Personen mehr erwerbstätig als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Zahl der Erwerbslosen lag um 500 000 (- 14,4%) unter dem Vorjahresstand. Der Arbeitsmarkt profitierte weiter vom anhaltenden konjunkturellen Aufschwung und wurde zusätzlich begünstigt durch die außergewöhnlich milden Wetterverhältnisse. Im November 2006 erreichte die Erwerbstätigkeit damit den höchsten Stand seit sechs Jahren, die Erwerbslosigkeit den niedrigsten Wert seit fünf Jahren.

Nach vorläufigen Berechnungen betrug im November 2006 die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland 39,67 Millionen Personen. Die positive Entwicklung der Beschäftigungszahlen wird zu einem großen Teil vom Anstieg im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung getragen. Die Erwerbstätigenquote lag mit 70,7% um 1,7 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat November 2005 und somit nach wie vor über dem Beschäftigungsziel der Europäischen Union von 70%.

Im Vergleich zum Vormonat Oktober 2006 stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 74 000 Personen (+ 0,2%). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, lag die Zahl der Erwerbstätigen im November des vergangenen Jahres um 46 000 höher als im Vormonat Oktober.

Der Anteil der Unterbeschäftigten ist nach Ergebnissen der monatlichen Telefonerhebung "Arbeitsmarkt in Deutschland" des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahresmonat November 2005 um 0,4 Prozentpunkte gestiegen. 13,0% der Erwerbstätigen gaben im November 2006 an, bei entsprechender Anpassung der Bezüge gerne ihre Arbeitszeit erhöhen zu wollen und dafür auch kurzfristig zur Verfügung zu stehen.

Die Zahl der Erwerbslosen, das heißt der aktiv Arbeitssuchenden ohne jegliche derzeitige Erwerbstätigkeit, lag im November 2006 nach der Telefonerhebung bei 3,0 Millionen Personen und damit um 500 000 (- 14,4%) niedriger als im Vorjahresmonat November 2005. Da es sich bei dieser Erhebung um eine zufällig ausgewählte Stichprobe von monatlich 30 000 Personen handelt, ist bei der Interpretation der Ergebnisse der statistische Zufallsfehler zu berücksichtigen. Dieser Fehler beträgt für die im November 2006 gemessene Erwerbslosenzahl bis zu +/- 180 000. Das heißt, dass in diesem Monat bei einem Messwert von 3,0 Millionen die tatsächliche Zahl der Erwerbslosen in Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich zwischen 2,82 und 3,18 Millionen Personen lag.

Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen insgesamt, fiel im November mit 7,0% um 1,2 Prozentpunkte niedriger aus als ein Jahr zuvor.

Über die Erstberechnung der Erwerbstätigen für den Berichtsmonat November 2006 hinaus wurden auch die bisher veröffentlichten monatlichen und vierteljährlichen Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit des Jahres 2006 im Rahmen der turnusmäßigen Überarbeitung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen unter Einbezug aller jetzt vorliegenden erwerbsstatistischen Quellen neu berechnet. Hierbei wurden auch die neuesten Erkenntnisse der Bundesagentur für Arbeit zur sozialversicherungspflichtigen und geringfügig entlohnten Beschäftigung in erster Erwerbstätigkeit berücksichtigt. Insgesamt resultierte aus den Neuberechnungen ein Änderungsbedarf von maximal 0,1 Prozent der Erwerbstätigenzahlen in einzelnen Monaten gegenüber den bisher veröffentlichten Ergebnissen.

Quelle: PM Statistisches Bundesamt

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