Orientierungshilfe für Mieter und Vermieter / Preisstabilität und ausgeglichener Wohnungsmarkt
Bocholt (pd). Der städtische
Geschäftsbereich Wohnen hat einen aktuellen Mietspiegel für den
Bereich Bocholt veröffentlicht. Er gibt einen Überblick über
das hiesige Mietpreisniveau mit Stand vom 01.07.2003 und dient
als Orientierungshilfe sowohl für Mieter als auch für Vermieter.
Betroffen sind rund 12.500
Wohnungen.
Eine Übersichtstabelle
als Kernstück des Mietspiegels weist für 72 Wohnungstypen, getrennt
nach Baujahr, Wohnlage, Größe und Ausstattung die in Bocholt
üblichen Grund- bzw. Kaltmieten pro qm aus.
Als Bewertungsgrundlage für
die Mietspiegelerstellung sind Mieten herangezogen worden, die in Bocholt
in den letzten 4 Jahren vor dem Erhebungsstichtag (01.07.2003) für
nicht preisgebundenen Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung,
Beschaffenheit und Lage vereinbart oder geändert wurden.
Der Mietspiegel kann u.a.
als Richtwert beim Abschluss oder der Anpassung von Mietverträgen
herangezogen werden. Außerdem dient er als wichtige Begründungs-
und Entscheidungshilfe in Rechtsprozessen, wie z.B. bei Rückforderungsprozessen
wegen Mietpreisüberhöhung, in Bußgeld- und Strafverfahren
wegen Mietpreisüberhöhung bzw. -wucher sowie im Wohngeld-,
Fehlbelegungsabgabe-, Sozialhilfe-, Familien und Steuerrecht.
Format und Gliederung der Publikation wurden vollständig überholt. Ergebnis: Bessere Übersicht, Erklärung von Fachbegriffen und Anwendungshinweise.
"Die Auswertung der bei den hiesigen Wohnungsbaugesellschaften, Maklern sowie bei den Interessenvertretungen der Mieter und Vermieter erfragten Mieten hat ergeben, dass das Mietpreisniveau weitestgehend konstant geblieben ist", sagt Heinz Brügging, Leiter vom zuständigen Geschäftsbereich Wohnen.
Bezogen auf den Mittelwert
der Preisspannen für die 72 im Mietspiegel aufgeführten Wohnungstypen
ist das Mietpreisniveau in Bocholt im Verlauf der letzten 4 Jahre betragsmäßig
nur um 0,05 € (prozentual um weniger als 1 % (0,86 %)) gestiegen.
"Diese Preisstabilität
ist als Beleg dafür zu werten, dass Angebot und Nachfrage des Bocholter
Wohnungsmarktes ausgeglichen sind und dementsprechend eine angemessene
Wohnraumversorgung derzeit gesichert ist", so Brügging.
Der Bocholter Mietspiegel wird übrigens auch in Bocholts Nachbarkommunen Borken, Isselburg und Rhede als Orientierungshilfe genutzt.
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Bocholt