100.000
Dächer-Solarstrom-Programm kurz vor dem Ziel
Bis
Jahresende 300 MW neu installierter Leistung erwartet Antragsende: 30.
Juni 2003
Das 1999 von der
Bundesregierung aufgelegte Programm zur Förderung von Photovoltaikanlagen
(100.000 Dächer-Solarstrom-Programm) erfreut sich einer starken Nachfrage.
Bis zum Ende dieses Jahres wird das Programmziel von rund 300 Megawatt
(MW) neu installierter Photovoltaik-Leistung erreicht sein. Anträge
auf Gewährung eines zinsgünstigen Darlehens aus dem 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm
können noch bis zum 30. Juni 2003 bei der KfW gestellt werden.
Nach dem Willen von Bundesumweltminister
Jürgen Trittin soll die auslaufende Förderung aus dem 100.000
Dächer-Programm durch die vorgesehene Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
(EEG) kompensiert werden. Das Bundesumweltministerium beabsichtigt, die
zukünftige Vergütung für Solarstrom entsprechend anzupassen.
KfW-Vorstand Ingrid Matthäus-Maier
weist darauf hin, dass nach Ende des Antragseingangs am 30. Juni nach dem
Auslaufen des 100.000 Dächer-Programms Anträge auf zinsgünstige
Darlehen für die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen aus dem KfW-Umweltprogramm
und dem CO2-Minderungsprogramm (auf Wohngebäuden) der KfW gestellt
werden können.
Das 100.000 Dächer-Programm
fördert Investitionen in die Errichtung und Erweiterung von Photovoltaikanlagen,
vorwiegend in privaten Haushalten. Mit der Bereitstellung von 25 Millionen
Euro allein in diesem Jahr unterstützt die Bundesregierung den Ausbau
dieses viel versprechenden erneuerbaren Energieträgers.
Die Erfolgsgeschichte des
100.000 Dächer-Programms in Zahlen: Seit Programmbeginn im Jahr 1999
wurden Anträge in einem Umfang von 250 MW bewilligt. Das hierzu erforderliche
Kreditvolumen beträgt rund 1,3 Milliarden Euro. In den letzten Wochen
waren explodierende Antragszahlen bei der KfW zu verzeichnen: Gegenwärtig
nimmt die KfW täglich rund 300 Anträge mit einem Kreditvolumen
von rund 10 Millionen Euro oder einer Leistung von 2 MW entgegen. Im Mai
waren es mit 200 Anträgen pro Tag deutlich weniger. Im Mai des Vorjahres
betrug der durchschnittliche Antragseingang 60 Anträge pro Tag.
Ziel ist es, mit Hilfe der
Nutzung der Solarenergie den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung
bis zum Jahr 2010 auf 12,5 % zu verdoppeln. Mit einer Erhöhung der
installierten Leistung aus Photovoltaikanlagen von 50 MW im Jahr 1999 um
300 MW auf 350 MW zum Ende des Jahres 2003 wird ein aktiver Beitrag zur
Marktdurchdringung und zur Kostensenkung dieser umweltfreundlichen Technologie
geleistet.
Mit der Förderung aus
dem 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm erhalten Antragsberechtigte
zur Errichtung oder Erweiterung von Photovoltaikanlagen ab einer Mindestgröße
von 1 KW Nennleistung ein Darlehen zu einem besonders günstigen Festzinssatz
und mit langer Laufzeit. Die Zinsverbilligungen werden aus Mitteln des
Bundesumweltministeriums und der KfW, welche auch mit der Abwicklung des
Programms befasst ist, getragen. Der attraktive Zinssatz von derzeit 1,91
% p.a. (effektiv) und die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gesetzlich
geregelte Abnahmeverpflichtung des aus Photovoltaikanlagen erzeugten Stroms
durch die Energieversorgungsunternehmen führte zu einer ständig
steigenden Nachfrage.
Interessenten können
sich für weitere Informationen unter der Telefonnr. 01801/33 55 77
zum Ortstarif oder unter iz@kfw.de an das KfW-Informationszentrum wenden.
Quelle: PM KfW