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§ 5 Senkung der Kostenmiete infolge Verringerung der laufenden Aufwendungen(1) Verringert sich
nach der erstmaligen Ermittlung der Kostenmiete der Gesamtbetrag der laufenden
Aufwendungen oder wird durch Gesetz oder Rechtsverordnung nur ein verringerter
Ansatz in der Wirtschaftlichkeitsberechnung zugelassen, so hat der Vermieter
unverzüglich eine neue Wirtschaftlichkeitsberechnung aufzustellen.
Die sich ergebende verringerte Durchschnittsmiete bildet vom Zeitpunkt
der Verringerung der laufenden Aufwendungen an die Grundlage der Kostenmiete.
Der Vermieter hat die Einzelmieten entsprechend ihrem bisherigen Verhältnis
zur Durchschnittsmiete zu senken. Die Mietsenkung ist den Mietern unverzüglich
mitzuteilen; sie ist zu berechnen und entsprechend § 4 Abs. 7 Satz
2 und 3 zu erläutern.
(2) Wird nach § 4 Abs. 6 neben der Einzelmiete ein Zuschlag zur Deckung erhöhter laufender Aufwendungen erhoben, so senkt sich der Zuschlag entsprechend, wenn sich die zugrundeliegenden laufenden Aufwendungen verringern. Absatz 1 Satz 4 gilt sinngemäß. (3) Sind die Gesamtkosten, Finanzierungsmittel und laufenden Aufwendungen einer zentralen Heizungs- oder Warmwasserversorgungsanlage in der Wirtschaftlichkeitsberechnung enthalten, wird jedoch die Anlage eigenständig gewerblich im Sinne des 1 Abs. 1 Nr. 2 der Verordnung über Heizkostenabrechnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. Januar 1989 (BGBl. I S. 115) betrieben, verringern sich die Gesamtkosten, Finanzierungsmittel und laufenden Aufwendungen in dem Maße, in dem sie den Kosten der eigenständig gewerblichen Lieferung von Wärme und Warmwasser zugrunde gelegt werden. Dieser Anteil ist nach den Vorschriften der § 33 bis 36 der Zweiten Berechnungsverordnung über die Aufstellung der Teilwirtschaftlichkeitsberechnung zu ermitteln. Absatz 1 gilt entsprechend. |