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§ 12 Änderung der Vergleichsmiete infolge Änderung der laufenden Aufwendungen(1) Hat sich der
Gesamtbetrag der laufenden Aufwendungen gegenüber dem Betrag geändert,
der im Zeitpunkt der Bewilligung der öffentlichen Mittel tatsächlich
zu entrichten war oder im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsberechnung hätte
angesetzt werden können, so ändert sich die Vergleichsmiete vom
Ersten des folgenden Monats an um den Änderungsbetrag, der je Monat
anteilig auf die Wohnung entfällt, deren Vergleichsmiete zu ermitteln
ist. Änderungen der laufenden Aufwendungen, die sich nicht auf diese
Wohnung beziehen, bleiben unberücksichtigt. Bei einer Erhöhung
der laufenden Aufwendungen tritt eine Änderung der Vergleichsmiete
nach Satz 1 nur ein, soweit die Erhöhung auf Umständen beruht,
die der Vermieter nicht zu vertreten hat, oder soweit durch Gesetz oder
Rechtsverordnung ein höherer Ansatz in der Wirtschaftlichkeitsberechnung
zugelassen ist.
(2) Der Änderungsbetrag ist auf Grund einer Zusatzberechnung nach § 39a Abs. 2 der Zweiten Berechnungsverordnung zu ermitteln. Der auf die Wohnung entfallende Anteil ist nach dem Verhältnis der Wohnflächen der einzelnen Wohnungen des Gebäudes zueinander zu berechnen; soweit sich laufende Aufwendungen geändert haben, die sich ausschließlich auf die Wohnung beziehen, sind diese in voller Höhe anzurechnen. (3) Für die Durchführung einer Erhöhung oder Senkung der Vergleichsmiete gegenüber dem Mieter gelten die Vorschriften des § 4 Abs. 7 und 8 sowie des § 5 Abs. 1 Satz 4 entsprechend. (4) Für erneute Änderungen des Gesamtbetrages der laufenden Aufwendungen nach einer Änderung gemäß Absatz 1 gelten die Absätze 1 bis 3 sinngemäß. |